Die Vernetzung in der Modellregion Magdeburg

Das Internationale Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) an der Universität Tübingen hat Anfang Oktober seine Interviewserie in der AUPIK Modellregion Magdeburg begonnen. Verschiedene Akteur*innen aus den Bereichen Pflege und Katastrophenschutz werden in den kommenden Wochen interviewt. Das Ziel der Erhebungen ist es, den Stand der gegenwärtigen Vernetzung der Akteur*innen zu ermitteln. Zudem gilt es, die Erfahrungen der Befragten aus vergangenen Schadensereignissen für den weiteren Forschungsprozess nutzbar zu machen. Schließlich sollen die Erhebungen deutlich machen, welche Erwartungshaltungen hinsichtlich der Zuständigkeiten für den Fall einer Katastrophenlage bestehen, inwiefern sich diese decken und wo sie sich widersprechen.

Der Forschungsprozess umfasst Akteur*innen auf unterschiedlichen Wirkungsebenen. Um die Situation in der Modellregion Magdeburg erfassen zu können, werden zunächst kommunale Akteur*innen aus Magdeburg sowie aus den umliegenden Landkreisen befragt. Aufgrund der komplexen Vernetzungen sowohl im Pflegebereich als auch im Katastrophenschutz werden zusätzlich Akteur*innen auf Landes- und Bundesebene in die Befragung integriert. Die empirischen Erhebungen fußen dabei auf einem, zuvor für die Modellregion erstellten, Akteursmapping, das durch die nun durchzuführenden Interviews weiter ergänzt und bearbeitet wird. Hierbei werden Entscheidungswege, Schnittstellen aber auch kommunikative Leerstellen zwischen den einzelnen Akteur*innen herausgearbeitet.

Gemeinsam mit den Erhebungen der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des DRK bilden die Interviews des IZEW die Grundlage für die Erarbeitung des Ist-Zustands zur gegenwärtigen Krisenfestigkeit der ambulanter Pflegeinfrastrukturen in Katstrophensituationen in der Modellregion. Hierfür treten die Partner*innen in den kommenden Monaten in einen intensiven Auswertungs- und Analyseprozess ein. (IZEW)

Foto: Adobe Stock/ArTo

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