- Sozialräume rücken immer weiter in den Blickpunkt des Bevölkerungsschutzes. Sie sind der Ort, wo sich Menschen regelmäßig begegnen und im besten Falle kennen. Ein professionelles Quartiersmanagement trägt zu lebendigen Sozialräumen bei. Je stärker die zwischenmenschlichen Alltagsbande vor Ort sind, desto besser können die dort lebenden Menschen auch durch eine Krise kommen. Was im Katastrophenschutz gilt, gilt auch vor in der Nachbarschaft: In Krisen Köpfe kennen. In diesem Sinne sollten Quartiersmanagementstrukturen gefördert werden. Hierbei zeigt sich, wie stark Bevölkerungsschutzpolitik oft sozial- und inklusionspolitisch verankert ist.
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- Das Management hin zu einem nachhaltig zusammenwachsenden Quartier braucht Ressourcensicherheit. Dies lohnt sich doppelt: Es schafft lebendige Sozialräume und erhöht somit Lebensqualität im Alltag. Es erhöht aber auch die Resilienz der Sozialräume in der Krise.
- Sozialräume sind ein geeigneter Ort, um Fragen von Selbsthilfe und staatlichen Hilfserwartungen zu diskutieren und somit Erwartungshaltungen anzupassen. Ein Quartiersmanagement kann hierfür den institutionellen Rahmen bieten und Menschen erreichen, die ansonsten nicht von den existierenden Materialien zu Selbsthilfe und Katastrophenschutz erreicht werden.
- Quartiersmanagement kann explizit durch thematische Veranstaltungen oder implizit durch die Schaffung belastbarer sozialer Netzwerke im Quartier Katastrophenvorsorge institutionalisieren. Beide Wege sind wertvoll und sollten kommunal gefördert werden
