Die ambulante medizinische Versorgung, in aller Regel in Form von niedergelassenen Ärzt*innen stellt einen wichtigen Pfeiler der gesundheitlichen Versorgung von häuslich gepflegten Personen dar. Sie sind häufig die ersten medizinischen Ansprechpartner*innen vor Ort.
Auch Apotheken spielen in der Versorgung der oft auf Medikamente angewiesenen Personen mit Pflegebedarf eine große Rolle. Sie sind dann Kooperationspartner*innen für Pflegedienste, wenn diese eine ärztlich verordnete Medikamentengabe durchzuführen haben.
Sowohl Apotheken als auch Hausärzt*innen sind jedoch – wie Pflegedienste – Institutionen, die für einen reibungslos funktionierenden Alltag ausgelegt sind.
- Niedergelassene Ärzt*innen und allen voran Hausärzt*innen kennen ihren Patienten. Sie sind daher wichtige Partner*innen in der sozialräumlichen Versorgung und sollten aktiv in den Vernetzungsprozess einbezogen werden. Da sie Medikamentengaben und andere Leistungen verordnen, die der Pflegedienst durchführt, gehören sie zu dem Versorgungsnetz, das es durch die Mittel des Katastrophenschutzes auch in der Krise zu stärken gilt. Hierfür ist eine frühzeitige Vernetzung geboten.
- Apotheken verfügen über ein eigenes Notdienstsystem, um die Versorgung mit Medikamenten zu jeder Zeit sicherzustellen. Auch sie sollten in die sozialräumliche Vernetzung als wichtige Versorgungspartner*innen einbezogen werden.
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- Die im Notfall übernommenen Aufgaben müssen dabei für Ärzt*innen und Apotheker*innen abrechenbar sein. Wo dies durch die zusätzliche Übertragung von Aufgaben geschieht, müssen auch diese gegenfinanziert werden.
- Vor allem aber steht die Finanzierung von Weiterbildungs- und Vernetzungsmaßnahmen im Vordergrund. Diese gilt es auf allen Ebenen, vom Sozialraum bis zur Bundesebene zu stärken.
- Die Rolle von Medizin und Pharmazie in Katastrophen wird bereits in beiden Bereichen durch die Katastrophenmedizin bzw. die Katastrophenpharmazie beforscht. Die hier gewonnenen Erkenntnisse gilt es in das Bewusstsein der Fachkräfte zu rücken und insbesondere über mögliche Schnittstellen mit Katastrophenschutzstrukturen aufzuklären. Aufgrund der regionalen Spezifika ist hierfür insbesondere die lokale Ebene geeignet.
- Auch die regelmäßige Weiterbildung zum Umgang mit Alltagsstörungen und Katastrophen ist ein zentraler Bestandteil, um die pflegerische Versorgung krisenfester zu gestalten.
